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Hannover: Niedersachsen verfügt über ein breites Netz ländlicher Wege, die ursprünglich vor allem der Erschließung landwirtschaftlicher Flächen diente. Inzwischen erfüllen diese Wege viele Zwecke auch außerhalb der Landwirtschaft. So handelt es sich bei den Wegen teilweise um klassifizierte Straßen oder aber auch um private Wege. Durch Naturschutz, ländlichen Tourismus, Naherholung und aufgrund des Strukturwandels der Landwirtschaft haben sich die Anforderungen an das ländliche Wegenetz maßgeblich verändert. Der Wegebau als wichtige Basisinfrastruktur des ländlichen Raumes bedarf somit dringend eines bedarfsgerechten Umbaus auf den Wurzeln der bestehenden Strukturen. Diese Tatsache ist der „Allianz Ländlicher Raum“ (NS Städte- u. Gemeindebund, NS Landkreistag, NS Heimatbund und Akademie Ländlicher Raum) in zahlreichen Gesprächen immer wieder signalisiert worden. 

Um hier Abhilfe schaffen zu können, ist nun im Rahmen der Allianz ein entsprechendes Positionspapier zur „Förderung und Stärkung des ländlichen Wegebaus“ erstellt worden. Alle im Landtag vertretenen Parteien werden gebeten, sich mit dem wichtigen Thema „Ländlicher Wegebau“ auseinanderzusetzen.

Die heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Karsten Heineking aus Warmsen und Dr. Frank Schmädeke aus Heemsen kennen das Positionspapier genau. Zwei Vorschläge der Allianz stehen darin im Vordergrund: Zum einen wird auf den dringenden Handlungsbedarf hingewiesen, die Finanzmittel für den ländlichen Wegebau zu erhöhen, zum anderen wird in dem Schriftstück die Notwendigkeit betont, den tatsächlich örtlichen Bedarf durch eine objektive Bedarfsfeststellung, auf Basis einer Ist-Soll Betrachtung, ermitteln zu lassen.

Beide Landtagsabgeordneten sehen die Forderung der Allianz als gerechtfertigt an. „Städte, Gemeinden und Landkreise können die finanziellen Mittel, die für die Umstrukturierung des Wegebaus notwendig sind, nicht allein stemmen“ so Heineking und Schmädeke. Der stellv. Vorsitzende und finanzpolitscher Sprecher der CDU Landtagsfraktion, Ulf Thiele MdL, unterstützt diese Förderung ebenfalls. Um einen bedarfsgerechten Umbau effektiv voranbringen zu können, sind 3 Millionen Euro für den ländlichen Wegebau in den Nachtragshaushalt eingestellt worden. Einig sind sich die drei Abgeordneten aber auch, dass diese Summe nur ein erster Schritt der finanziellen Unterstützung sein kann.