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Müsleringen. Mitglieder der CDU-Müsleringen trafen sich jüngst, um die Rückkehr des Storchs, nach 65 Jahren der Abwesenheit, zu begrüßen. Im Garten von Friedrich Büsching, konnte der Hausherr seinen Gästen stolz verkünden: „Am 21./22. Mai 2019 gibt es Storchennachwuchs in unserem Hort“. Der CDU-Ortsverbandsvorsitzende, Karsten Rubel, erklärte diese freudige Nachricht mit der guten Situation: „In Müsleringen stehen intensive Landwirtschaft und Tierwohl im Einklang. Die Natur und die Lebensbedingungen sind hier so gut, dass Menschen und Tiere sich wohl fühlen und fortpflanzen.“

Das diese Situation auch auf das Land Niedersachsen übertragen werden soll, führte der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Karsten Heineking aus: „Landwirtschaft und Umweltschutz müssen Hand in Hand gehen. Wir wollen in Niedersachsen eine fachlich fundierte und umweltgerechte Landwirtschaft, von der unsere bäuerlichen Betriebe auskömmlich leben können und die die Versorgung der Menschen sicherstellt.“ Neben den erfreulichen Nachrichten, gab es auch andere Themen. Besonders die Düngemittelverodnung bereitet den Landwirten und den Agrarpolitikern in der Region Sorge: „Bei der Verordnung wurden die Bundesländer durch Berlin nicht im Detail mit eingebunden. Zudem wurde der EU-Vorschlag einer pauschalen Absenkung des Düngebedarfs, um 20 Prozent, nicht von einer fachlichen Expertise begleitet“, so Karsten Rubel.  Der CDU-Ortsverband ist sich einig, dass sogenannte rote Gebiete binnendifferenziert, auf ein Minimum reduziert werden sollten. „Setzen wir die Forderungen aus Brüssel eins zu eins um, würde Niedersachsen in Bezug auf Transparenz und Kontrollmöglichkeiten hinter den bereits heute erreichten Stand zurückgeworfen werden“, verdeutlicht Rubel.

Als Landwirt, der sich kommunalpolitisch engagiert, – CDU-Ortsverbandsvorsitzender und Ratsmitglied im Gemeinderat Stolzenau – fordert er zudem mehr Akzeptanz von Berlin, wenn es um die Fragen der Sauenhaltung geht: „Die dortige große Koalition muss akzeptieren, dass es in Niedersachsen einen Beschluss der Regierungsfraktionen, hin zum vierten Weg bei der Ferkelkastration gibt.“ Rubel erwartet weitere Anstrengungen im Forschungsbereich: „Es müssen praxisorientierte Lösungen angeboten werden können.“ In den letzten 10 Jahren hätten bereits 50 Prozent der Sauenhalter aufgegeben. In den kommenden 10 Jahren sei damit zu rechnen, dass sich dieser Trend fortsetze. „Die großen Betriebe werden überleben, kleine Betriebe verschwinden ganz und damit gehen unsere regionalen Lieferketten verloren. Das geht eindeutig zu Lasten einer ressourcenschonenden und am Tierwohl orientierten Landwirtschaft“, befürchtet Rubel. Karsten Heineking machte deutlich: „Wir wollen eine Landwirtschaft, die gesellschaftlich akzeptiert ist und den Erzeugern ein auskömmliches Einkommen garantiert. Ohne Ideologie und Verbote, dafür mit Mut zu Veränderungen und einer gemeinsamen Kraftanstrengung über alle Gräben hinweg. Vor allem die kommende Generation junger Landwirte braucht dringend Planungssicherheit.“